Mittwoch, April 24, 2024
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Vorbereitung für FIS Snowboard-Weltcup 2024 geht in die heiße Phase

Die Weltelite im Parallel-Slalom gastiert erneut am Poppenberghang im Sauerland

Winterberg. Zugegeben, der Verlauf dieser Wintersportsaison war nicht bilderbuchmäßig, aber aktuell tut sich ein Frostfenster auf, was dem Wintersport zugute kommt. Auf Winterberg war und ist somit weiterhin Verlass, wenn es um die Austragung eines alpinen Weltcups geht. Lange schon steht der 9. und 10. März im FIS Rennkalender und so wird der Poppenberg-Weltcup-Hang Schauplatz des FIS Snowboard-Weltcups im Parallelslalom sein. Immer vorausgesetzt, die Snow Control der FIS knapp fünf Tage vor dem Weltcup gibt grünes Licht. "Wir haben uns in der letzten Zeit mehrmals pro Woche mit den Verantwortlichen beim deutschen Verband Snowboard Germany sowie beim Weltverband FIS auf den jeweils aktuellen Stand gehalten. Jetzt geht es in die heiße Phase der Vorbereitung und auch der Poppenberghang erhält den letzten Feinschliff vor dem Spitzensport-Event", so Winfried Borgmann, Geschäftsführer der Winterberg Touristik und Wirtschaft GmbH (WTW) als Ausrichter dieser Sportveranstaltung. Rein sportlich könnte es ein deutsches Wochenende werden. Sollte Winterberg die finale Station der Saison 2023/24 sein, könnte mit Ramona Hofmeister ein deutsches Ass den Gesamtweltcup im Sauerland gewinnen.

"Alpiner Wintersport ist abhängig von Schnee, Wind und Wetter. Deshalb war es schon eine kleine Zitterpartie. Wir haben allerdings schon reichlich Erfahrung mit dem Snowboard-Weltcup bei jeder Wetterlage gesammelt und sind immer optimistisch geblieben, auch diesen Weltcup erfolgreich zu meistern. Wir freuen uns nun umso mehr auf die Weltelite der Snowboarder, auf viele Fans und wir freuen uns natürlich besonders darüber sagen zu können: Auf Winterberg als attraktive Sport- und Tourismusdestination ist wie immer Verlass", sagt Marius Tampier, bei dem als Eventmanager im WTW-Team viele Fäden zusammenlaufen.

Natürlich haben die Verantwortlichen im Organisations-Team die letzten Wochen nicht ausschließlich gebannt auf die Wettervorhersage geschaut. Im Gegenteil, es wurde eifrig daran gefeilt, dass auch dieser Weltcup ein Glanzlicht für alle Beteiligten wird. "Das Helfer-Team von rund 150 ehrenamtlichen sowie hochmotivierten Mitstreitern steht und die Verantwortlichkeiten im Organisationsteam sind verteilt. Jetzt geht es nochmal ans Eingemachte", berichtet Klaus Brinkmann, der als ehrenamtlicher OK-Chef zusammen mit dem OK-Team einen großen Teil der Verantwortung trägt.

Umrahmt wird dieses Sportevent auch mit einem Rahmenprogramm bei Möppi. Fans und Besucher können den Shuttle-Service ab dem Kirmesplatz sowie dem Winterberger Bahnhof nutzen.

Der sportliche Zeitplan steht

Nun der Reihe nach: Fix ist der rein sportliche Zeitplan. Los geht es am 9. März um 12 Uhr am Poppenberghang im Skiliftkarussell Winterberg mit der Qualifikation für die Einzel-Finals. Am Samstag ab 16 Uhr stehen dann jeweils die Entscheidungen bei den Männern und Frauen auf dem Programm. Tags darauf, am 10. März, beginnen um 14.30 Uhr die so genannten Seeding Runs mit dem anschließenden Finale der Mixed-Teams ab 15.35 Uhr. Sollte Winterberg tatsächlich der letzte Austragungsort dieser Weltcup-Saison sein, dürfen sich die Fans gleich doppelt auf spannende und dramatische Rennen freuen. Denn dann geht es nicht nur um die letzten Weltcup-Punkte, sondern auch um den Sieg im Gesamtweltcup sowie in der Disziplinwertung Parallel-Slalom. Und da hat Snowboard Germany mit Ramona Hofmeister ein ganz heißes Eisen im Feuer.

Shuttle-Service und Aprés Ski-Party

Um einen reibungslosen und vor allem für die Fans entspannten Weltcup zu garantieren, werden am Samstag und Sonntag wieder kostenlose Shuttle-Busse eingesetzt. "Am Weltcup-Gelände selbst stehen keine Parkplätze zur Verfügung, die Straße in Richtung Poppenberghang wird daher auch für Publikums-Verkehr gesperrt sein an beiden Tagen", erläutert Marius Tampier. Um zum Weltcup-Hang zu kommen, fahren die Shuttle-Busse in regelmäßigen Abständen ab dem Kirmesplatz in Richtung Skigebiet und auch wieder zurück. "Am Kirmesplatz im Zentrum Winterbergs stehen auch ausreichend Parkplätze zur Verfügung. Die Shuttle-Busse halten zudem auch noch am Winterberger Bürgerbahnhof", so der Eventmanager. Der Shuttle fährt zu folgenden Zeiten:

• Samstag, 9. März:

Hinfahrten: 11.30 Uhr / 13.30 Uhr / 15.30 Uhr / 17.45 Uhr / 20 Uhr

Rückfahrten: 18 Uhr / 19.45 Uhr / 22 Uhr

• Sonntag, 10. März:

Hinfahrten: 14 Uhr und 15 Uhr

Rückfahrten: 17 Uhr / 18 Uhr / 20 Uhr

Musik und Moderation während der Veranstaltung

Insbesondere die späteren Rückfahrten sind ein echter Gewinn für die Fans. Denn dann kommen sie vor allem am Samstag in den Genuss der Aprés Ski-Party. Getreu dem Motto "Erst Weltcup schauen, dann Party machen" legen DJ Robin & DJ Basti im Möppi Stadl direkt neben der Weltcup-Piste bereits ab 14 Uhr bis in den späten Abend auf. Für Stimmung ist also gesorgt. "Auch vor und während des Weltcups haben wir Musik, die Rennen selbst werden kompetent moderiert und natürlich ist am gesamten Wochenende auch für Speisen und Getränke in der Skihütten-Gastronomie gesorgt. Zudem haben wir eine Video-Wall installiert, auf der die Rennen und Ergebnisse gut zu verfolgen sind", erläutert Marius Tampier.

Wer schon am Freitag, 8. März, um 18 Uhr ein wenig Weltcup-Luft schnuppern möchte, kann dies bei der offiziellen Startnummern-Vergabe an Möppis Hütte tun. Dann bietet sich eine gute Gelegenheit, die Weltcup-Asse hautnah zu erleben und sich vielleicht das ein oder andere Autogramm zu ergattern. Die Losfeen für die Startnummern kommen aus dem Nachwuchs des SC Hesseberg und Hesborn. Für Winfried Borgmann ist das Gesamt-Programm sehr reizvoll. "Wer möchte, kann vom 8. bis 10. März Wintersport, Weltcup und Party in Möppis Hütte in Kombination genießen. Was will man mehr."

Ausgezeichnete Pistenverhältnisse dank Florian Leber

Eine Grundvoraussetzung für dieses Sport-Spektakel ist und bleibt allerdings eine perfekt präparierte Piste. Und darum kümmert sich mit viel Akribie, Kompetenz und Leidenschaft Liftbetreiber Florian Leber mit seinem Team. Insbesondere in der Woche dem Weltcup-Wochenende wird Tag und Nacht jede Minute in die Präparierung des Poppenberghangs investiert, um den Raceboardern eine optimale Grundlage zu bieten. Das Ergebnis wurde in der Vergangenheit nicht nur von den Athletinnen und Athleten, sondern insbesondere von den Trainern und Funktionären bei Snowboard Germany und FIS in höchsten Tönen gelobt. Und gerade die ausgezeichnete Pisten-Qualität ist immer wieder auch ein Entscheidungskriterium pro Winterberg. "Wir wissen, was wir an Florian Leber und seinem Team haben. Es ist großartig, wie er die Piste hinbekommt, dafür gilt ihm unser großer Dank", betont Winfried Borgmann. Der WTW-Geschäftsführer spart in diesem Zusammenhang aber auch nicht mit Lob für die rund 150 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer des #teamwinterberg, wie es mittlerweile fast schon liebevoll genannt wird. "Man kann es ja nicht oft genug sagen und wertschätzen: Was dieses Team leistet, insbesondere in diesem Jahr direkt nach den zwei Wochen Bob & Skeleton WM, bei der ebenfalls viele Helfer im Einsatz waren, ist einzigartig. Wir können uns voll auf die Mannschaft verlassen, die einen gesunden Mix hat aus erfahrenen Mitstreitern und neuen Helfern. Da greift ein Rädchen perfekt ins andere. Piste und #teamwinterberg sind die Garanten für den Erfolg des Weltcups in Winterberg."

Snowboard Germany-Präsident freut sich auf Winterberg

Dies wissen auch die Verantwortlichen von Snowboard Germany, die nach der schneebedingten Absage des Weltcups Mitte März in Berchtesgaden nun voller Vorfreude auf Winterberg sind. SNBGER-Präsident Prof. Michael Hölz hatte schon vor Wochen im Interview von Winterberg geschwärmt: "Wir – unsere Mitarbeiter*innen als auch unsere Athlet*innen – fühlen uns in Winterberg jedes Mal bestens aufgehoben. Das liegt vor allem an der Professionalität, mit denen die Kolleg*innen vor Ort am Werk sind. Darüber hinaus gibt es stets eine beeindruckende positive Resonanz aller teilnehmenden Nationen mit ihren Teams und der FIS-Verantwortlichen." Für ihn sind die Besonderheiten des relativ flachen Weltcuphangs sowie das Rahmenprogramm absolute Aushängeschilder des Weltcups im Sauerland. "Man darf das Gelände nicht unterschätzen und muss vom Start weg Vollgas geben. Aufholen ist auf der Piste schwierig."

Es ist also angerichtet in Winterberg. Und das Wetter? Wird bestimmt wieder einmal mitspielen.

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